Konzertprogramm

Bach‘s Chaconne


Noémi Zipperling, Violine

Jeseok Bang, Gitarre

Norie Takahashi, Klavier



JOHANN SEB. BACH  (1685 - 1750)

Partita Nr. 2 d-moll BWV 1004

Originalfassung für Violine solo

& Transkription für Gitarre solo

(Bearb. von T. Hoppstock)


- Allemande (Violine) / Allemande (Gitarre)

- Courante (Violine) / Courante (Gitarre)

- Sarabande (Violine) / Sarabande (Gitarre)

- Gigue (Violine) / Gigue (Gitarre)

- Chaconne (Violine / Gitarre)



BACH / FERRUCCIO BUSONI

(1866 - 1924)

Chaconne d-moll BWV 1004,5

Neugestaltung für Klavier

von Ferruccio Busoni

Noémi Zipperling (*1991 in Frankfurt) absolvierte ihr Violinstudium an den Musikhochschulen in Frankfurt, Stuttgart und Madrid. Wichtige musikalische Impulse erhielt sie außerdem durch Musiker wie Christian Tetzlaff, Helmut Zehetmair oder Stephan Picard. Als Solistin konzertierte sie mit verschiedenen Symphonieorchestern und ist Mitbegründerin des Aris Quartetts, das sich anschickt, eine Weltkarriere zu machen. Der Durchbruch gelang schon auf den ersten internationalen Wettbewerben durch gleich vier erste Preise (u. a. Brahmswettbewerb und Joseph-Joachim-Wettbewerb in Weimar). Großes Aufsehen erregte das Quartett zudem mit der Verleihung des mit 60.000.- Euro dotierten Kammermusikpreises der Jürgen-Ponto-Stiftung (2016) sowie einem 2. Preis und drei weiteren Sonderpreisen beim ARD-Musikwettbewerb (2016). Abseits der Konzerte schwingt Noémi gerne das Tanzbein (seit ihrer Kindheit hat sie sich durch die verschiedensten Stilrichtungen getanzt). Ihre große Schwäche sind kulinarische Köstlichkeiten aller Art (im Hause Zipperling wurde immer gut gekocht, aber auch der regelmäßige Verzehr von Gummibärchen fällt bei ihr unter die Rubrik Köstlichkeiten).


Jeseok Bang (* 2000 in Korea) lernte mit 6 Jahren das Gitarrespielen zunächst bei seinen Eltern (sein Vater Hyoyong studierte selbst in den 90er-Jahren in Frankfurt), später bei Songou Lee. Zur gleichen Zeit erhielt er für mehrere Jahre Klavierunterricht. Sein erstes Solorecital gab Jeseok Bang mit 12 Jahren. Zwischen 2010 und 2017 gewann er eine Reihe von internationalen Wettbewerben (u. a. Forum Gitarre Wien 2013, Shanghai International Guitar Competition 2014 und Anna-Amalia-Competition Weimar 2017). Seit Oktober 2016 studiert Jeseok an der Akademie für Tonkunst bei T. Hoppstock. „Neben Gitarrenmusik höre ich am liebsten die Werke Bachs und Chopins. Aber ich mag nicht nur klassische Musik, sondern auch Hip-Hop. Mit den YouTube-Videos von 'ApeCrime' kann man prima Deutsch lernen.“ Daneben ist Jeseok ein passionierter Fußballfan und spielt auch selbst gerne. Den üblichen Disput aller Fans kommentiert er so: „Manche Leute sagen, Ronaldo sei besser als Messi, aber für mich ist der Fall klar: wäre Messi noch ein bisschen besser, er wäre kein Mensch mehr, sondern Gott.“


Norie Takahashi (*1978 in Japan) machte früh als Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe auf sich aufmerksam (u. a. Beethoven-Wettbewerbe in Bonn und Wien, Schubert-Wettbewerb Graz, Leeds International Piano Competition). Nach ihrem Studium in Tokyo setzte sie ihre Ausbildung bei Klaus Hellwig an der UDK Berlin fort. Zahlreiche Anregungen erhielt sie u. a. von Bruno L. Gelber, Ferenc Rados und D. Fischer-Dieskau. Als Solistin/Kammermusikerin wird sie in viele europäische Länder und nach Asien eingeladen. Regelmäßige Kammermusikpartner sind unter anderem J. Moser und D. Ishizaka (Cello), V. Hagner (Violine), T. Akasaka (Viola) und natürlich ihr Mann, der Pianist Björn Lehmann. Beide leben zusammen mit ihrer im April geborenen Tochter Josefine Ayaka in Berlin. Wenn Norie nicht konzertiert, backt sie leidenschaftlich gerne Kuchen, liebt Museumsbesuche und interessiert sich für Filme von W. Herzog, W. Allen, Hirokazu Koreeda und S. Kubrick. Ihre Lieblingsautoren sind die japanischen Schriftsteller Tanizaki Jun’ichiro und Mishima Yukio. Gerne liest sie auch Literatur von T. Mann und Dostojewski, aber auch allgemein über die Geschichte Europas, Sibiriens und Chinas.