Konzertprogramm

Paul Galbraith


  1. J.HAYDN (1732-1809)

Sonate Hob. XVI:36/31

  1. -Moderato (Nr. 36)

- Scherzando (Nr. 36)

  1. -Minuet (Nr. 36)

- Finale (Nr. 31)



P A U S E


Konzertprogramm

Judicaël Perroy


  1. J.S. BACH (1685-1750)

Suite BWV 997


I. ALBÉNIZ (1860-1909)

Aus Suite española op. 47

- Cataluña - Sevilla


S. Rachmaninoff (1873-1943)

Prelude op 23, No. 5

Paul Galbraith  (*1964 in Edinburgh) verbrachte die ersten Lebensjahre in Schottland und in Malawi, bevor die Familie nach London zog. Dort nahm er als Siebenjähriger Klavierunterricht und begann im Alter von acht Jahren mit dem Gitarrenspiel. Auch nach der Rückkehr nach Edinburgh führte er den Unterricht auf beiden Instrumenten fort. Sein erstes Konzert gab er mit zwölf Jahren. Ab 1981 nahm Galbraith an einigen Wettbewerben mit Erfolg teil, so u. a. am ersten „Segovia International Guitar Competition“ in Kent, anlässlich dessen A. Segovia ihm eine große künstlerische Zukunft vorhersagte und am Wettbewerb „Young Musician of the Year“ der BBC. Aufgrund der zunehmenden Unzufriedenheit mit der klassischen Gitarrenhaltung experimentierte Galbraith jahrelang mit neuen Alternativen. Heute spielt er mit einem celloartigen „Stachel“ am unteren Zargenrand, verbunden mit einem darunter angebrachten Resonanzkasten. Anfang der 1990er ließ sich Galbraith bei der Suche nach einem adäquaten Gitarrenarrangement für J. Brahm’s „Variationen Op. 21a“ von dem englischen Gitarrenbauer David Rubio ein 8-saitiges Instrument mit entsprechend erweitertem Tonumfang in Bass und Diskant anfertigen (dieses Instrument hören wir auch in dem heutigen Konzertabend). Paul lebt  - nach über 15-jährigem Aufenthalt in São Paulo (seine Frau ist Brasilanerin) - mit seiner Familie in Basel. Auf die Frage nach seinen anderen Interessen sagt Paul, dass hierfür eigentlich wenig Zeit bleibt. Er joggt gerne und ist sehr belesen (an erster Stelle stehen Künstlerbiografien, aber auch Romane und Dichtungen von Autoren wie z. B.  Salinger, Chekov, Pushkin, Hemmingway, TS Elliot und Rilke). Klar ist für Paul: „Die Musik bleibt meine Leidenschaft und wenn ich nicht Gitarre spiele, setze ich mich gerne ans Klavier und ich höre gerne alte Vinylschallplatten.“


Judicaël Perroy (*1973 in Paris) begann seine Ausbildung an der Pariser Akademie für Musik im Alter von sieben Jahren bei Raymond Gratien. Seine enorme Begabung für die Gitarre ließen ihn als Wunderkind schon in jungen Jahren zahlreiche nationale Wettbewerbe gewinnen. Mit nur 20 Jahren war Judicaël Perroy 1997 einer der jüngsten ersten Preisträger des weltweit renommierten Internationalen Guitar Foundation of America Wettbewerbs, der ihm eine ausgedehnte Tournee mit über 60 Konzerten durch Amerika ermöglichte. Weitere Reisen führten ihn in alle großen Konzertsäle der Welt. Zahlreiche CD-Aufnahmen belegen seine außergewöhnliche Musikalität und schier grenzenlose Spieltechnik. Als ein Beispiel mag hierfür seine Naxos-Aufnahme der zweiten Partita von J. S. Bach BWV 826 (orig. für Cembalo) stehen. Judicaël ist ein leidenschaftlicher Lehrer, aus dessen Klasse eine Vielzahl großartiger junger Nachwuchsgitarristen hervorgangen sind, die ihrerseits Konzertkarrieren verfolgen. Seit Frühjahr 2017 unterrichtet er am renommierten Music Conservatory in San Francisco, wo er die Nachfolge von Sergio Assad angetreten hat. Judicaël ist ein großer Beethovenfan und besitzt mehr als 20 unterschiedliche CD-Einspielungen sämtlicher 32 Klavier-Sonaten. Auf die Frage nach seinem Lieblingspianisten fällt ihm spontan Svjatoslav Richter ein. Und seine Hobbies? Filme aus den 70ern (aus USA von Regisseuren wie Coppola ,Cimino, Scorcesse, de Palma, aus Italien: Pasolini, Fellini), seine Lieblingsautoren sind Kundera, Zweig and Houellbecq. Judicaël findet es selbst etwas verrückt, aber er gibt gerne zu, dass die unterschiedlichsten Tageszeitungen - zum Glück nur lesenderweise - geradezu verschlingt.